Friedhofskapelle

Seit 1860 besteht der Herrenhäuser Friedhof. Seine Tore sind geöffnet für die Bewohner des Stadtteils und darüber hinaus.

Ein Ort der Ruhe und ein schöner Garten, in dem auch kulturelle Angebote von den Menschen der Stadt gern angenommen werden.

Alle, die in einer Glaubensgemeinschaft sind, die dem ACK (Arbeitskreis christlicher Kirchen) angehören, können hier den Ort ihrer letzten Ruhe finden. Wir bieten folgende Arten des Begräbnisses an:

  • Wahlgräber
  • Urnenwahlgräber
  • Reihengräber
  • Urnenreihengräber
  • Rasenreihengräber
  • Urnen-Gemeinschaftsgrabanlage

Weitere Informationen erhalten Sei bei:

Herrn Stoll (Friedhofsgärtnermeister):
Tel: 0511 / 220 49 69
Email: gaertnermeister-s.stoll@htp-tel.de

Frau Steding (Friedhofsverwaltung):
Tel.: 0511 / 759 03 43
Fax: 0511 / 220 49 68
Email: friedhof_kirche_herrenhausen@htp-tel.de

Öffnungszeiten (Friedhofsverwaltung):
Mo. 11:00 - 13:00 Uhr
Mi. 11:00 - 13:00 Uhr
Do. 9:00 - 11:00 Uhr

Friedhofsadresse:
30419 Hannover, Kiepertstr. 10


Pflegeleichte Doppel-Urnengräber auf dem Herrenhäuser Friedhof

In letzter Zeit wurde an die Verwaltung des Herrenhäuser Friedhofs vermehrt der Wunsch nach Doppel-Urnengräbern herangetragen. Unser Gärtnermeister Herr Stoll hat auf unserem Friedhof einen Ort gefunden, wo diesem Ansinnen entsprochen werden kann.

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Herrenhausen-Leinhausen hat daher auf einer der letzten Sitzungen beschlossen, pflegeleichte Doppel-Urnengräber für ­Paare anzubieten.

Die Gesamtlaufzeit beginnt erst nach Beisetzung des zuletzt verstorbenen Partners. Die Kosten hierfür betragen zweimal 1.900 Euro.


Das Einganstor zum Herrenhäuser Friedhof

Kleines Eingangstor des Herrenhäuser Friedhofs

Von unserem schönen Gemeindefriedhof wird immer mit Stolz erwähnt, dass es sich bei dem Eingangstor um eine Kopie eines Tores von Goethes Gartenhaus in Weimar handelt. Quelle dieses Hinweises ist offensichtlich der im Vorraum der Herrenhäuser Kirche ausgehängte Bericht des Herrenhäuser Lehrers Arnold Lütgert vom 1.12. 1925, der sich bei dem Vergleich aber nur auf den rechten Fußgängereingang bezieht. In der Heimatgeschichte von Pastor Rasch von 1931 wird lediglich erwähnt, dass der Architekt Bäßmann das schöne Eingangstor des Friedhofs entworfen und ausgeführt hat.

Goethes Gartenhaus in Weimar

Wie sieht die Wirklichkeit aus? Goethe hatte 1776 von Herzog Karl August, seinem Gönner, den Garten am Stern erworben und das Grundstück nach seinen Vorstellungen verändert. Dazu gehören auch zwei Holztore, ein zweiflügeliges und ein einflügeliges, die er sich von Clemens Wenzelaus Coudray entwerfen und bauen ließ. Diese Tore sind aus denkmalpflegerischen Gründen auch heute noch vorhanden. Es sind weiß gestrichene Holztore im Stil des damaligen Klassizismus. Unser Friedhofstor mit Haupt- und Nebeneingang hat eine Backsteinummauerung mit Stufen und einen runden Bogen in Anklang an den Historismus. Während Lütgert noch von Holztoren spricht, sind sie zwischenzeitlich aus Metall gefertigt. Der Vergleich zwischen Weimar und Herrenhausen lässt sich nur auf das kleine einflügelige Eingangstor dort und das Fußgängertor hier beziehen, wobei durch die heutige Metallausführung die genaue Kopie nicht mehr möglich sein wird.

Hans-Heinrich Kirchhoff