Weihnachtsoratorium für Kinder mit ihren Eltern

(Grafik: Pfeffer)

Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, Herrenhäuser Kirche

Michael Gusenbauer: Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder

Jens Olf  (Sprecher),
Ruth Topper (Regie)
Susanne Wiencierz (Alt)
Jörg Erler (Tenor)
Torsten Gödde (Bass)
Kinderkantorei und Kantorei Herrenhausen
Kinderchor der Grundschule Wendlandstraße
Orchester der Herrenhäuser Kirche
Martin Ehlbeck (Leitung)

Karten: 9 € / 7 €, verbilligte Familienkarten
Verkaufsstellen: Kartentelefon der Herrenhäuser Kirche: 0171-1989 829, Gemeindebüro, Abendkasse, Laporte-Kartenshop, Buchhandlung an der Marktkirche, Online: www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/kartenvorverkauf


Seit mehr als 25 Jahren werden im Dezember in der Herrenhäuser Kirche regelmäßig Kantaten aus Bachs Weihnachtsoratorium aufgeführt. Immer wieder finden sich dann im Publikum leuchtende Kinderaugen von jungen Besuchern, die mit schönsten Erwartungen ins Konzert gekommen sind. Sie verlassen dann häufig auf dem Arm der Eltern die Veranstaltung – schon länger schlafend. Aus diesem Grunde wird in diesem Jahr neben den zwei Weihnachtskonzerten eine kindgerechte Vorstellung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach gespielt, die für Kinder so spannend sein soll, dass sie das Ende der Veranstaltung nach ca. 40 Minuten ganz wach und aufmerksam erleben können.

Kinder brauchen Geschichten und Kinder wollen wissen, was im Konzert auf der Bühne so alles zu sehen und zu hören ist. Dem soll eine Fassung von Michael Gusenbauer gerecht werden. Aus Bachs Weihnachtsoratorium werden die wichtigsten und anschaulichsten Passagen aus dem Originalwerk ausgesucht und natürlich live gespielt. Das Weihnachtsoratorium für Kinder trägt die Untertitel „Warum das Kind beim Klang der Oboen am besten einschlafen kann“ und „Wie die Hirten das Kind in der Krippe fanden“.

Für die Vorstellung wird der übliche Klangapparat benötigt, also Chor, Orchester, Dirigent und Gesangsolisten. Das Besondere bei Gusenbauers Inszenierung ist zusätzlich ein Sprecher (und einige Requisiten), der die Weihnachtsgeschichte anhand Bachs Werk kindgerecht vermittelt. Der Sprecher mischt sich in die dargebotene Musik ein, unterbricht sie, spricht einzelne Musiker an, stellt Fragen und kommentiert. Viele Passagen aus dem Weihnachtsoratorium werden vorgeführt und erläutert. Die jungen Zuschauer erfahren etwas über die Weihnachtsgeschichte und die Musik und die einzelnen Instrumente.

Martin Ehlbeck


Weihnachtskonzert

Weihnachtsoratorium 2017 mit Herrenhäuser Kantorei und Kinderchor (Foto: Ehlbeck)

Samstag, 15. Dezember, 19 Uhr
Sonntag, 16. Dezember, 18 Uhr

Herrenhäuser Kirche

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium (Kantate 1)
Camille Saint-Saëns: Oratorio de Noël
Marc-Antoine Charpentier: Te Deum

Friederike Weritz, Sopran
Susanne Wiencierz, Alt
Jörg Erler, Tenor
Torsten Gödde, Bass
Kinderkantorei und Kantorei Herrenhausen
Orchester der Herrenhäuser Kirche
Leitung: Martin Ehlbeck

Karten: 20 € / 15 (12) € / 12 (9) €

Kartentelefon der Herrenhäuser Kirche: 0171-1989 829, Gemeindebüro, Abendkasse, Laporte-Kartenshop, Buchhandlung an der Marktkirche, Online: www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/kartenvorverkauf


Marc-Antoine Charpentier (um 1643-1704) war ein französischer Komponist zur Zeit Ludwigs XIV. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Hauptthema aus dem Präludium seines „Te Deum”, das heute als Fanfare bei Fernseh-Übertragungen im Rahmen der Eurovision verwendet wird und das im Konzert zu hören sein wird.Insgesamt vertonte Charpentier den liturgischen Text des „Te Deum“ vier Mal, wobei diese Fassung die einzige ist, die Pauken und Trompeten einbezieht. Das glanzvolle, prächtige Werk wurde im 17. Jahrhundert häufig zu Feiern und anderen öffentlichen Jubelanlässen aufgeführt und eignet sich auch heute noch ausgezeichnet für ein Weihnachtskonzert.

Das Oratorio de Noël (deutsch: „Weihnachtsoratorium“) ist ein im Jahr 1858 entstandenes Werk des damals 23-jährigen französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (1835–1921). Camille Saint-Saëns wirkte ab 1858 an der Kirche La Madeleine in Paris als Organist, eine Stellung, die er fast 20 Jahre innehaben sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt war er bereits u. a. als Komponist dreier Sinfonien und einer Messe hervorgetreten. Im Advent 1858 komponierte er innerhalb von zwölf Tagen sein Oratorio de Noël op. 12. Das Werk sieht eine Besetzung mit vierstimmigem gemischten Chor, Streichorchester, Harfe und Orgel vor. Saint-Saëns stellte für sein zehnteiliges Oratorio Texte der lateinischen Weihnachtsliturgie zusammen. Auf die dem Lukas­evangelium entnommene Verkündigung der Geburt Christi folgen Psalmtexte sowie den Evange­lien nach Matthäus und Johannes entnommene Verse. Mit wenigen Ausnahmen herrscht in der Komposition eine lyrisch-kontempla­tive Weihnachtsstimmung vor.

Dieses Weihnachtskonzert wird ergänzt durch die erste Kantate aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, in der beim Konzert am Samstag die Kinderkantorei der Herrenhäuser Kirche und der Kinderchor der Grundschule Wendlandschule mitwirken werden.

Martin Ehlbeck


Aus drei Jahren wurden über 32 Jahre: Küsterin Christine Linz wird in den Ruhestand verabschiedet

Küsterin Christine Linz geht nach gut 32 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand (Foto: Olaf Koeritz)

Die Verabschiedung von Frau Linz wird am 13. Januar um 10 Uhr im Gottesdienst stattfinden.

Pastor Olaf Koeritz: Wie lange sind Sie jetzt im Dienst?

Christine Linz: Ich bin jetzt 32,5 Jahre hier im Dienst. Eine unglaublich lange Zeit. Am Anfang dachte ich, dass ich vielleicht drei bis vier Jahre bleiben würde. Niemals hätte ich damals daran gedacht, dass es so eine lange Zeit werden würde. Ich wusste am Anfang ja gar nicht, was das ist: der Beruf der Küsterin.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten ­Arbeitstag?

Ja, das war ein Feiertag, der 1. Mai 1986 (lacht).

Am nächsten Tag dann begann meine Arbeit. Ich bekam ein Schlüsselbund in die Hand gedrückt und Frau Bode, die Sekretärin, hat mir ein bisschen etwas erzählt. Ich hatte am Anfang gar keine Ahnung. Mein Schwager war in der Zachäuskirche Küster, von dem habe ich mir das ein oder andere erzählen lassen. Und dann bin ich Stück für Stück in die Arbeit hinein­gewachsen. Und Herr Kern, der damalige Kantor und Organist, der hat mir auch das ein oder andere erzählt.

Was war die Zeit über die Tätigkeit, die Ihnen am meisten am Herzen lag?

Nun, das waren sicherlich die Vorbereitung und Begleitung der Gottesdienste und die Pflege der Kirche. Herr Rüttgart, der Pastor, bei dem ich meinen Dienst begonnen habe, der hat immer zu mir, aber auch zu anderen, gesagt: Sie müssen die Kirche immer so behandeln, als wäre es Ihre eigene Kirche. Und danach habe ich mich versucht zu richten. Und dann kamen nach der Renovierung der Kirche die Trauungen hinzu, die immer mehr wurden. Ich erinnere mich an ein Jahr, in dem wir 40 Trauungen hatten. Da habe ich mich dann immer intensiver darum kümmern müssen. Bis heute. Ich habe sie auch nie gezählt, aber es waren wirklich viele Trauungen, die ich im Laufe der Zeit erlebt habe.

Hat sich bei der Begleitung der Trauungen etwas verändert?

Oh ja, durchaus. Die Traupaare, die planen heute alles 150-prozentig. Sie haben ganz genaue Vorstellungen. Früher habe ich einfach das Gesangbuch verteilt für die Trauung – heute gibt es immer einen Liederzettel.

Was waren sonst noch Ihre Aufgaben?

Am Anfang hatte ich auch noch die Pflege der ganzen Außenanlagen. Dabei haben mir dann oft mein Mann und auch unsere Kinder geholfen. Damals hatten wir auch noch viele Gruppen und Kreise – mehr als heute. Zum Beispiel einen Seniorenkreis mit 90 Teilnehmer/innen, die sich alle 14 Tage trafen. Das Eindecken, das haben zwar die ehrenamtlichen Leiterinnen gemacht, aber das Stellen der Tische, das war immer meine Aufgabe. Oder als die Kirche renoviert wurde, da fand einige Jahre der Gottesdienst im Gemeindehaus statt – und ich musste für jeden Gottesdienst 90 Stühle stellen.

Wenn Sie auf diese Zeit zurückblicken, was hat sich aus Ihrer Sicht verändert?

Nun, zum einen, dass es jetzt nur noch eine Pastorenstelle in der Gemeinde gibt. Und dann gab es damals noch sehr viel mehr ehrenamtliche Mitarbeitende und viel mehr Gruppen und Kreise als heute: Taizé-Gruppe, Werkkreis, Jugendgruppen … Jedes Jahr hatten wir am 3. Advent einen Adventsbazar rund um die Kirche – gemeinsam mit den Vereinen. Es war damals viel los – und immer wieder gab es auch Aufgaben, die dann im Laufe der Zeit bei mir gelandet sind, wenn z. B. eine Gruppe aufgehört hatte. So hat sich auch meine Arbeit im Laufe der Zeit immer wieder einmal verändert. Manchmal war es ganz schön viel. Aber ich habe dadurch viele Menschen kennengelernt. Gerade in den Anfangsjahren war das gut und hilfreich.

Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie jetzt in den Ruhestand gehen?

Schauen Sie: Ich zähle noch nicht meine Tage. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich das tun müsste. Aber ich freue mich natürlich jetzt darauf, mehr Zeit zu haben für die Dinge, die vorher etwas kurz kamen. Ich kann jetzt das Wochenende auch immer frei machen und für mich planen, etwas, das ich ja sehr lange so nicht konnte. Und dann lasse ich auf mich zukommen, was sich ergibt. Da mache ich heute noch keinen Plan.
Ich gehe auf jeden Fall mit einem lachenden und auch einem weinenden Auge. Vieles, was ich getan habe, hat mir sehr viel Freude bereitet – und jetzt bin ich gespannt auf das, was kommt.

Liebe Frau Linz, vielen Dank für das Gespräch!

(Die Fragen stellte Pastor Olaf Koeritz)


Erste fahrradmobile Kirche in Hannover präsentiert

Die "Tiny Church" in der Herrenhäuser Kirche (Foto: Koeritz)

Mit festlichen Trompetenklängen wurde am Reformationstag in der Herrenhäuser Kirche die erste „Tiny Church” Hannovers, eine fahrradmobile Kirche, der Öffentlichkeit präsentiert. Das mobile „Gotteshaus”, das Sitzgelegenheiten für zwei Personen bietet, wird künftig auf öffentlichen Plätzen und Märkten dazu dienen, mit Menschen über Gott und die Welt ins Gepräch zu kommen.

Der Name “Tiny Church” – zu deutsch: winziges Kirchlein – nimmt die Idee der “Tiny Houses”, kleiner Wohnhäuser, die auf einem Trailer montiert und damit transportabel sind, auf.
Sollten Sie in nächster Zeit auf einem der Märkte die “Tiny Church” erblicken, gilt auch für Sie: “Herzlich willkommen! Treten Sie näher!”

Pastor Gerd Peter
(Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken)

Hier sind handwerkliches Geschick und  Kreativität gefragt:  Pastor Gerd Peter  beim Zusammensetzen  der Einzelteile in  der Bauphase.

Geschafft:  Die „Tiny Church” hat ihre Jungfernfahrt von der Bodelschwinghkirche zur Herrenhäuser Kirche  unbeschadet  überstanden.

Unter den gespannten Blicken der Gottesdienstbesucher wurde die „Tiny Church” am Reformationstag in wenigen Minuten mit geübten Handgriffen von Pastor Gerd Peter zu einer einladenden kleinen Kirche entfaltet und wartet nun auf ihre ersten Einsätze in unseren Stadtteilen (v. l. n. r.: Pastor Gerd Peter, Pastor Olaf Koeritz, Pastorin Annette Charbonnier, Pastorin Claudia Schubert)

Peter Ott verstorben

Peter Ott, unser langjähriger Mitarbeiter auf dem Friedhof, ist nach langer Krankheit im Alter von 54 Jahren verstorben.

Die Kirchengemeinde dankt ihm für alle Dienste, die er auf dem Friedhof zuverlässig geleistet hat. Der Friede Gottes geleite ihn und alle Menschen, die ihm nahestanden.

Der Kirchenvorstand der Kirchen­gemeinde Herrenhausen-Leinhausen


Aktion „Stifte machen Mädchen stark“

Seit Kriegsbeginn in Syrien sind über eine Million Menschen in das Nachbarland Libanon geflohen. Viele Kinder gehen seit Jahren nicht mehr zur Schule.

Der diesjährige Weltgebetstag der Frauen (WGT) hat die Aktion „Stifte machen Mädchen stark“ gestartet.

Durch das Recyceln von Stiften unterstützt der Weltgebetstag ein Team aus LehrerInnen und PsychologInnen, das 200 syrischen Mädchen (und auch einigen Jungen) in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglicht. Denn zum Stark-Werden braucht es Bildung! Für 450 Stifte kann zum Beispiel ein Mädchen mit Schulmaterial ausgestattet und ihm so eine Tür für eine bessere Zukunft geöffnet werden.

Und so funktioniert die Aktion:

Deutschlandweit werden alte Stifte, Füller, leere Patronen und ähnliches gesammelt. Die Stifte werden zerkleinert. Der Kunststoff wird zu Granulat verarbeitet und dieses steht anschließend zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. Pro gesammeltem Stift erhält das WGT-Komitee von der Partnerfirma einen Cent gutgeschrieben. Diese Einnahmen fließen in das Projekt. Bisher wurden mit dieser Aktion ca. 10.635 kg Stifte gesammelt und recycelt.

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, können Sie die Stifte im Gemeindebüro (zu den Öffnungszeiten) und nach den Gottesdiensten in der Herrenhäuser Kirche abgeben.

(Alternativ können Sie die Stifte in der Kita Wernigeroder Weg 28, in der Kita „Zachäus-Kids“ (Wernigeroder Weg 21), im Zachäus-Gemeindebüro oder im Eingangsbereich der Bodelschwinghkirche abgeben).

Diese Stifte sind erlaubt:
Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Korrekturmittel (auch Tippex-Fläschchen), Füllfederhalter und Füllerpatronen, auch Metallstifte, z. B. Edding-Stifte

Nicht erlaubt sind:
Klebestifte, Radiergummis, Lineale, Bleistifte, Scheren und Druckerpatronen

Die Aktion läuft noch bis zum 16. Dezember. Räumen Sie auf, sammeln Sie mit, sagen Sie es weiter, damit kein alter Stift mehr im Müll landet, sondern Mädchen die Chance haben, stark zu werden.


Jahreslosung 2018

(Grafik: GEP)